Musei Capitolini – Weitläufiger Musentempel mit der berühmten Kapitolinischen Wölfin

Musei Capitolini – Antike Schätze über den Dächern Roms

Dass Rom an nur einem Tag und auf sieben Hügeln errichtet wurde, ist seit dem Altertum ein nur schwerlich zu vertreibender Irrglaube. Doch einer dieser Hügel war bereits in der Antike das Symbol römischer Macht: Der Kapitol. Er überragt die Dächer der Stadt um fünfzig Meter und präsentiert sich mit der von Michelangelo gestalteten Piazza del Campidoglio als Glanzstück unter den zahlreichen Sehenswürdigkeiten links und rechts des Tiber. Wenn Du die Cordonata mit den Löwen-Statuen aus schwarzem Granit empor geklettert bist, stehst Du vor einem Ensemble einzigartiger Prachtbauten. Zu denen zählen der Konservatorenpalast und der Palazzo Nuovo mit den Kapitolinischen Museen.

Ein Geschenk des Vatikan an Rom

Die Geschichte der Kapitolinischen Museen reicht zurück bis ins Jahr 1471. Der damals amtierende Papst Sixtus IV. trennte sich von der Sammlung seiner römischen und griechischen Skulpturen. Dies war ein Geschenk des Vatikan an die Bürger Roms. Es kamen in der Folgezeit weitere Exponate hinzu, als Papst Pius V. sich der – wie er meinte – heidnischen Statuen entledigen wollte. Rom nahm diese Präsente dankbar entgegen und bereicherte damit später den Konservatorenpalast auf den Kapitol. Heute befinden sich in diesem Museums-Komplex mehrere Antikensammlungen, die Pinakothek und eine Kunstgalerie. Alle Gebäude kannst Du durch den gleichen Eingang am Konservatorenpalast erreichen.

Die Wölfin mit Romolus und Remus

Die ältesten römischen Museen beherbergen einige weltbekannte Exponate. Allen voran die sogenannte „Kapitolinische Wölfin“ mit den säugenden Knaben Romulus und Remus. Dem Muttertier begegnet man in der Ewigen Stadt auf Schritt und Tritt – auf Reklameflächen, den Verkleidungen diverser Lieferwagen und sogar an den Behältern der städtischen Müllabfuhr. Viele Römer glauben felsenfest daran, dass dies die bildgewordene Gründung ihrer Stadt sei. Die „Lupa Romana“ ist aus Bronze und gerade einmal 75 Zentimeter hoch. Ob es sich dabei um das Original handelt, wird von Wissenschaftlern nach Restaurierungsarbeiten bezweifelt. Fotogen ist die Wölfin allemal.

Reiterstatue des Kaisers Mark Aurel

Die Reiterstatue des Mark Aurel ist wohl das wichtigste Ausstellungsstück der Kapitolinischen Museen. Die vier Meter hohe Statue zeigt den römischen Kaiser auf seinem Pferd und stammt nachweislich aus dem vierten Jahrhundert nach Christi Geburt. Wenn Du vor dieser mächtigen Statue stehst, wirst Du Dich zunächst wundern, denn Du hast das Paradestück der Museen vermutlich bereits auf dem Kapitolsplatz fotografiert. Doch dabei handelt es sich lediglich um eine Kopie des Originals, das nunmehr im Hof des Konservatorenpalastes zu sehen ist. Das Standbild Mark Aurels zählt zu den bedeutendsten Werken in der Historie der bildenden Künste.

Eine Fülle antiker Skulpturen

Die Fülle der Exponate in den Museen auf dem Kapitol erfordert von Dir Aufmerksamkeit und Stehvermögen, denn diese Sammlungen antiker Skulpturen, Gemälden und Inschriften sind überwältigend. Dies ist für Dich aber auch ein Spaziergang durch die Geschichte dieser einzigartigen Stadt. Im Palazzo Nuovo, einem Gebäude aus dem Jahr 1654, wirst Du die Mehrzahl der Skulpturen finden, die vor allem römischen Kaisern und Philosophen gewidmet sind. Dort ist aber auch die Kapitolinischen Venus aus edlem Marmor zu besichtigen. Dabei handelt es sich um eine unbekleidete Frau, die der Aphrodite von Knidos nachempfunden und im 17. Jahrhundert in Rom entdeckt wurde. Sie wird der sogenannten antoninischen Epoche zwischen 96 und 192 nach Christi Geburt zugeordnet.

Und nach dem Bummel in die Cafeteria

Einem klassizistischen Künstler gelang mit dem „Spinario“, einem Knaben, der seinen Fuß von einem Dorn befreit, ein Meisterwerk der antiken Bildhauerkunst. Die Bronzestatue ist die Kopie eines griechischen Originals aus dem dritten Jahrhundert vor Christi. Sie fand über Jahrhunderte in literarischen Schriften Erwähnung und mythologischen Deutungen zufolge soll der Knabe den Sohn des Zeus und der Maira darstellen. Nach einem Bummel durch die Museen bietet sich eine Pause in der Cafeteria auf dem Dachgarten an. Von dort ist der Ausblick auf Rom überwältigend.

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