Touren durch Rom

Rom mal anders: 3 Tipps für den Besuch in der Ewigen Stadt

Wer an Rom denkt, hat den Petersdom vor Augen. Vielleicht auch noch das Pantheon, die Spanische Treppe oder die Piazza Navona. Natürlich: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt am Tiber darf man nicht verpassen. Allerdings hat Rom weitaus mehr zu bieten. Wer den Touristenmassen entfliehen und die Ewige Stadt mal anders erleben möchte, der braucht dazu nicht viel. Gutes Schuhwerk, ein Fahrrad und ein bisschen Mut.

Der Ewigen Stadt aufs Dach steigen: rauf auf den Gianicolo

Rom ist bekanntlich auf sieben Hügeln erbaut. Eigentlich sind es sogar acht – nur wird der Gianicolo nicht mitgezählt. Der mit 82 Höhenmetern höchste aller Hügel in Rom ist nach dem altrömischen Gott Licht- und Sonnengott Janus benannt. Die Römerinnen und Römer lieben den Gianicolo. Im Sommer treffen sich hier vor allem am Abend die Liebespaare. Sie flanieren um das Garibaldi-Denkmal, genießen einen kühlen Drink und erfreuen sich an dem herrlichen Ausblick auf die Stadt zu ihren Füßen.
Der Aufstieg ist in der Tat lohnenswert – und mit festem Schuhwerk mühelos zu bewältigen. Nach dem Start im Szeneviertel Trastevere (zum Beispiel durch die Via Luciano Manara) schlängelt sich die die Via Garibaldi in Serpentinen vom Tiberufer nach oben. Für Fußgänger gibt es eine Treppe – hier gelangt man sicher an den waghalsigen Autofahrern vorbei hinauf. Das Schwitzen lohnt sich; die Aussicht ist fantastisch.

Mit dem Fahrrad den Tiber entlang radeln

Der Verkehr in Rom ist gewöhnungsbedürftig. Wo gerade kein Auto, da flitzt ein Roller durch die Lücke oder rasch noch über die Ampel. Bei all dem Durcheinander gibt es eine Faustregel: Fußgänger sind heilig. Gleiches gilt für Radfahrer. In der ganzen Stadt gibt es Verleihstationen; ein Drahtesel kostet am Tag rund zwölf Euro (Tipp: Handeln lohnt sich!). Ein bisschen Mut braucht es schon, die Stadt auf zwei Rädern zu erkunden. Radwege gibt es kaum, dafür viel Kopfsteinpflaster. Aber: Auf dem Rad erreicht man alle Sehenswürdigkeiten schneller als zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer auf schnellstem Weg zum Tiber radelt, findet hier einen idyllischen Radweg. Am Tiber entlang kann man bis zur Stadtgrenze radeln und der Hektik der Stadt entfliehen. Am Ufer wechseln sich Hausboote und coole Bars mit Liegestühlen ab. Rund fünf Kilometer, und es wird grüner. Links und rechts vom Weg nur noch Gräser, Büsche, Bäume und Schmetterlinge; keine Spur mehr von Stadt und Lärm und Touristenmassen. Einfach mal durchatmen – das ist wirklich dolce vita!

Eiskratzen in der Nacht: der coole Abschluss für heiße Nächte

Klar, die Eisdiele Giolitto fehlt auf keiner To-Do-Liste von Rom-Besuchern. Das Eis ist legendär (Tipp: die Sorte Champagner probieren) und in der Tat einfach köstlich. Weniger bekannt ist eine Spezialität, die besonders in heißen Sommernächten für Erfrischung sorgt: die Grattachecca. Dabei handelt es sich um Eisschnee, der frisch vom Eisblock geschabt und dann mit Säften, Sirups und Früchten je nach Geschmack vermischt wird. Die römische Spezialität wird traditionell in Kiosken und Bars verkauft – vor allem an Nachtschwärmer in den späten Abendstunden. Eine Institution ist die „Grattachecca Sora Lella“ in der Via di Porta Cavalleggeri direkt am Vatikan. Lohnt sich!

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