Der Roma Pass ist die offizielle City-Card der Stadt Rom – er bündelt Eintritte und Nahverkehr in einer Karte und kann bei der Planung deiner Rom-Reise viel Zeit und Geld sparen. Aber nur, wenn er zu deinem Programm passt. Hier erfährst du, was 2026 drin ist, was er kostet, was er NICHT abdeckt – und für wen er sich wirklich lohnt.
Was ist der Roma Pass?
Der Roma Pass wird von der Stadt Rom gemeinsam mit dem Verkehrsbetrieb ATAC herausgegeben und gibt es bereits seit 2006. Er kombiniert zwei Dinge, die eine Rom-Reise sonst teuer und mühsam machen: kostenlosen Eintritt zu ausgewählten Top-Attraktionen und die unbegrenzte Nutzung von Bus, Metro und Straßenbahn während der Gültigkeit.
Die zwei Varianten: 48 und 72 Stunden
Es gibt den Pass in zwei Ausführungen. Der Unterschied liegt nicht nur in der Laufzeit, sondern vor allem in der Zahl der Gratis-Eintritte:
- Roma Pass 48 Stunden (rund 36 €): 1 kostenloser Eintritt, danach ermäßigter Eintritt in weiteren teilnehmenden Museen, dazu 2 Tage freier Nahverkehr.
- Roma Pass 72 Stunden (rund 58 €): 2 kostenlose Eintritte, danach ermäßigter Eintritt, dazu 3 Tage freier Nahverkehr.
Seit Sommer 2025 gibt es zusätzlich einen rein digitalen Roma Pass über die offizielle Seite romapass.it – bequem ohne Abholung, aber etwas teurer. Die Preise werden jährlich leicht angepasst; prüfe den tagesaktuellen Stand vor dem Kauf auf der offiziellen Website.
Was ist inklusive – und was nicht
Enthalten: 1 bzw. 2 kostenlose Eintritte zu teilnehmenden Attraktionen, ermäßigte Eintritte in über 45 weiteren Museen und Stätten sowie der komplette ATAC-Nahverkehr (Bus, Metro, Tram) für die Laufzeit.
Nicht enthalten: der komplette Vatikan – also die Vatikanischen Museen, die Sixtinische Kapelle und der Petersdom liegen im Vatikanstaat und sind separat zu buchen. Ebenfalls nicht dabei: Hop-on-Hop-off-Busse (nur kleiner Rabatt) und der Flughafentransfer.
Diese Highlights sind dabei
Der Pass deckt vor allem die großen historischen Stätten und städtischen Museen ab. Die beliebtesten:
- Kolosseum inklusive Forum Romanum und Palatin
- Galleria Borghese
- Engelsburg
- Kapitolinische Museen (mehr dazu am Kapitol)
- Circus Maximus, Caracalla-Thermen und das Museo Nazionale Romano (u. a. Palazzo Massimo)
So nutzt du ihn clever
Der wichtigste Trick: Die Reihenfolge deiner Besuche entscheidet. Kostenlos sind nur die ersten ein bzw. zwei Attraktionen – nutze die Gratis-Eintritte also für die teuersten Stätten, zum Beispiel Kolosseum und Galleria Borghese. Alles danach gibt es zum ermäßigten Preis.
Zweiter Punkt: Für Kolosseum und Galleria Borghese musst du trotz Pass vorab ein Zeitfenster reservieren – am besten mindestens 10 Tage vorher, in der Hauptsaison (Frühjahr und Herbst) eher 20. Der Pass ersetzt also nicht die Reservierung, sondern nur die Bezahlung. Vor der ersten Fahrt validierst du die Karte an einem der gelben Lesegeräte im Bus oder in der Metro – ab da läuft die Uhr. Wie das Nahverkehrsnetz funktioniert, liest du in unserem Überblick zu Metro, Bus & Flughafen.
Lohnt sich der Roma Pass?
Die Rechnung ist simpel: Addiere die Eintritte, die du als frei und ermäßigt nutzen würdest, plus deine Nahverkehrsfahrten. Wer zwei teure Highlights (etwa Kolosseum und Galleria Borghese) als Gratis-Eintritte nimmt und regelmäßig Metro oder Bus fährt, hat den Pass schnell wieder drin – dann ist meist die 72-Stunden-Variante die bessere Wahl. Reist du dagegen langsam, besuchst nur ein, zwei kostenpflichtige Orte oder willst vor allem den Vatikan sehen, ist der Einzelkauf oft günstiger. Einen Überblick über deine Gesamtkosten gibt dir unser Beitrag Was kostet ein Rom-Urlaub.
Kaufen & Abholen
Kaufst du den Pass online, erhältst du einen Voucher, den du in Rom an einem der offiziellen Tourist-Infopoints gegen den physischen Pass eintauschst. Alternativ nutzt du den digitalen Roma Pass direkt in der App. Unser Tipp: spätestens eine Woche vor der Reise kaufen und sofort die Zeitfenster für deine Wunsch-Attraktionen reservieren – gerade in der Hauptsaison sind die begehrten Slots sonst weg.
Fazit
Der Roma Pass ist kein Selbstläufer, aber ein starkes Werkzeug: Wer zwei teure Attraktionen mit den Gratis-Eintritten abdeckt und den Nahverkehr fleißig nutzt, spart spürbar und reist entspannter. Wer den Vatikan im Fokus hat oder nur wenig besichtigt, fährt mit Einzeltickets besser. Welche Sehenswürdigkeiten sich überhaupt lohnen, zeigt dir unsere Übersicht der Top-Sehenswürdigkeiten Roms, und den roten Faden für deine Planung liefert der große Rom-Reiseführer.






