Rom hat vier Papstbasiliken – die ranghöchsten Kirchen der katholischen Welt. Die meisten Besucher kennen nur den Petersdom, dabei sind die drei anderen mindestens ebenso beeindruckend, kostenlos zu betreten und meist angenehm wenig überlaufen. Hier stellen wir dir alle vier vor, mit Highlights, Anreise und Tipps. Weitere Höhepunkte findest du in unserer Übersicht der Top-Sehenswürdigkeiten Roms.
Was sind die vier Papstbasiliken?
Als Papstbasiliken (auch Hauptbasiliken) gelten der Petersdom, San Giovanni in Laterano, Santa Maria Maggiore und San Paolo fuori le Mura. Sie sind die wichtigsten Pilgerkirchen Roms und stehen in besonderer Verbindung zum Papst. Jede von ihnen besitzt eine Heilige Pforte, die nur in einem Heiligen Jahr geöffnet wird – zuletzt im Jubiläumsjahr 2025. Inzwischen sind diese Pforten wieder zugemauert und werden erst zum nächsten Heiligen Jahr geöffnet. Mehr zum Hintergrund liest du in unserem Beitrag zum Heiligen Jahr.
San Giovanni in Laterano – die Kathedrale Roms
Eine Überraschung für viele: Nicht der Petersdom, sondern San Giovanni in Laterano ist die eigentliche Kathedrale Roms und offizieller Bischofssitz des Papstes. Sie gilt als „Mutter und Haupt aller Kirchen“ und ist die älteste Basilika des Abendlandes, gegründet im 4. Jahrhundert unter Kaiser Konstantin. Die imposante Fassade mit den überlebensgroßen Apostelstatuen stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der Eintritt ist frei. Gleich gegenüber liegt die Scala Sancta, die „Heilige Treppe“. Anreise: Metro-Linie A bis Station San Giovanni.
Santa Maria Maggiore – und das Grab von Papst Franziskus
Die größte Marienkirche Roms thront auf dem Esquilin, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Termini entfernt. Im Inneren erwarten dich leuchtende Mosaiken aus dem 5. Jahrhundert, eine vergoldete Kassettendecke und das verehrte Marienbild Salus Populi Romani. Seit 2025 ist die Basilika ein neuer Wallfahrtsort: Papst Franziskus wurde hier am 26. April 2025 beigesetzt – als erster Papst seit über hundert Jahren außerhalb des Vatikans. Sein schlichtes Grab aus ligurischem Marmor trägt allein die Inschrift „FRANCISCUS“ und ist öffentlich zugänglich; rund um das Grab solltest du mit etwas Andrang rechnen und Rücksicht auf Betende nehmen. Der Eintritt in die Kirche ist frei.
San Paolo fuori le Mura – über dem Grab des Apostels
Etwas außerhalb des Zentrums, über dem Grab des Apostels Paulus, erhebt sich die viertgrößte Kirche Roms. Nach einem verheerenden Brand 1823 wurde sie originalgetreu wieder aufgebaut und beeindruckt heute mit ihrer weiten, hellen Säulenhalle und einem berühmten Fries mit den Porträtmedaillons aller Päpste. Sehenswert ist auch der mittelalterliche Kreuzgang. Der Eintritt in die Basilika ist frei. Anreise: Metro-Linie B bis Station Basilica San Paolo.
Der Petersdom
Die vierte und bekannteste Papstbasilika ist natürlich der Petersdom im Vatikan – das Zentrum der katholischen Christenheit mit Michelangelos Kuppel und Berninis Petersplatz. Alle Infos dazu findest du in unserem eigenen Beitrag zum Petersdom.
Anreise & Tipps
Alle vier Basiliken kannst du kostenlos betreten. Da es Gotteshäuser sind, gilt der Dresscode: Schultern und Knie müssen bedeckt sein. San Giovanni in Laterano und Santa Maria Maggiore liegen nur rund 1,4 Kilometer auseinander und lassen sich gut zu Fuß verbinden; für San Paolo und den Petersdom nimmst du am besten die Metro. Wie das Netz funktioniert, steht in unserem Überblick zu Metro, Bus & Flughafen. Wer möchte, kann alle vier an einem intensiven Tag besuchen.
Fazit
Die vier Papstbasiliken sind ein Höhepunkt für alle, die Rom jenseits der üblichen Touristenpfade erleben wollen: kunsthistorische Meisterwerke, frühchristliche Mosaiken und mit dem Grab von Papst Franziskus ein Ort von großer aktueller Bedeutung – drei davon kostenlos und ohne lange Schlangen. Mehr zum geistlichen Zentrum Roms findest du in unserem Überblick zum Vatikan, und den roten Faden für deine Reise liefert der große Rom-Reiseführer.






